Projekt "Quer durch Europa 2014"

Über dieses langfristige Projekt lernen wir mit unseren zu Betreuenden gemeinsam einige unserer europäischen (Nachbar-) Länder besser kennen.

Zu manchen besteht bereits eine Beziehung auf Grund der Herkunft der Eltern oder durch Urlaubsaufenthalte, andere erkunden wir ganz neu. Dabei singen wir entsprechende Lieder im Morgenkreis, sammeln Informationsmaterial, Prospekte u.ä., kleben damit Bilder, malen Flaggen, kochen landestypische Speisen etc., damit wir uns einen Rundum-Eindruck verschaffen können.

Saarland (Januar-Februar)

Begonnen haben wir mit unserem kleinen heimatlichen Bundesland Saarland, von dem doch Vieles bekannt und vertraut war: der Dialekt aus den Heinz Becker- Filmen, die selbstgekochten „Geheirade“ auf dem Tisch, Lieder wie  „Mir hann gespillt am liebschde nur em Dreck“ sowie einige Sehenswürdigkeiten der entsprechenden Heimatorte. Den Abschluss vom Thema „Saarland“ machten wir mit einem Ausflug ins Historische Museum nach Saarbrücken.

Rheinland-Pfalz (März)

Nun ging es weiter mit unseren Pfälzer Nachbarn, den „Tramps vun de Palz“, mit ihren tollen Wäldern, Burgen und der Pfälzer Leberwurst. Anstelle des Weins begnügten wir uns mit seiner Vorstufe und genossen einen leckeren Traubensaft dazu.

 

 

 

 

 

 

 

Schwaben (April)

Die schwäbische Mentalität mit ihrem Sparen und Schaffen haben wir hauptsächlich in Liedern entdeckt. Mit der "Schwäb´sche Eisebahne" lernten wir die ein oder andere schwäbische Stadt kennen, "das arme Dorfschulmeisterlein" zeigte uns das Leben von früher und jeder war "ein Musikante und [kam] aus Schwabenland". Selbstverständlich durften die selbst gemachten Kässpätzle auf dem Tisch nicht fehlen.

 

Bayern (Mai)

"Wie sprechen die denn?" Eine bayrische Mundart-CD versetzte uns in Staunen. Wir konnten diese Sprache auch mit Liedern wie "Resi, i hol di mit meim Traktor ab" nur leidlich nachahmen. Was uns leichter fiel, war die bayrische Küche mit Brezeln, Weißwürsten, süßem Senf und Rettich. Aus Salzteig formten wir dann noch eigene Brezeln, die, bunt angemalt, als bleibende Erinnerung an unsere "Bayern-Exkursion" dienen.

 

 

 

 

 

 

 

Der Norden Deutschlands mit Nord-und Ostsee (Juni)

Als Kontrastprogramm zum hügeligen Süden beschäftigten wir uns zum Abschluss mit dem Norden unseres Heimatlandes. Sowohl der friesische Dialekt ("Dat du min Leevsten büst") als auch der von Hamburg ("An de Eck steit en Jung mit´n Tüddelband") bereitete uns ähnliche Schwierigkeiten wie der bayrische und manch einer wunderte sich, wie viele "Sprachen" es im eigenen Land gibt. Neben einem gebastelten Leuchtturm und einem Nordseeaquarium fanden selbstverständlich Muscheln, Möwen und Schiffskutter ihren Platz als Deko auf den Tischen. Der kulinarische Anteil am Projekt fand mit einem Ausflug in das Imbisslokal "Nordsee" statt, wo es Fischspezialitäten zu sehen, riechen und natürlich zu schmecken gab.

 

 

 

 

 

Niederlande (Juli)

Mit den Niederlanden, in unserem Sprachgebrauch kurz Holland genannt, haben wir uns das erste Mal ins Ausland gewagt. Wir begrüßten uns auf niederländisch im Morgenkreis mit unserem internationalen Begrüßungslied ("Goede Morgen", sprich: "Chude Morche" mit "ch" wie bei "Dach") und lernten aus dem Lied "Tulpen aus Amsterdam", dass "Meisje" nicht Mäuschen sondern Mädchen bedeutet. Die holländische Tracht für Frauen war uns schon durch eine unserer Mitarbeiterinnen seit Fasching bekannt, die für Männer schauten wir uns auf Bildern an. Natürlich fehlten bei der Deko, die ziemlich der von der deutschen Nordsee glich, nicht die Windmühle auf dem Tisch sowie die gebastelte Blumenpracht und ausgeprickelte Tulpen. Die Sache mit dem Käse schauten wir uns in der näher gelegenen Käserei in Hirzweiler an, wo man sich doch auch ein gutes, wenn auch saarländisches, Bild von der Herstellung und, noch besser, ein unvergessliches Geschmackserlebnis verschaffen konnte. In Eigenherstellung haben wir herzhaften Pfannkuchen mit Käse und Speck nach holländischer Tradition gebacken ("pannekoekjes") und die Mahlzeit mit dem landestypischen Vla (Pudding) abgerundet. Zum Frühstück testeten manche die berühmten holländischen Streusel ("hagelslag") auf Butterbrot und für zwischendurch gab es Waffeln ("poffertjes"), frisch von Eltern eingeführt. Unsere Holland-Lieder werden uns vermutlich noch lange in guter Erinnerung bleiben (Holland-Tanz, Kapernfahrt, Tulpen aus Amsterdam)

 

 

 

 

 

 

 

Frankreich (August)

Welcher Nachbar liegt uns Saarländern näher als der Franzose? Schnell `mal einen Besuch im Cora gemacht, dabei ein paar Brocken Französisch aufgeschnappt, typische Kulinaritäten wie Madeleines, "La vache qui rit", Baguette, Lachskekse und Orangina eingekauft und das Ganze zu einem französischen Geburtstagsfrühstück mit Croissant und Pains au Chocolat beigesteuert - so lebt es sich wie bei unseren Nachbarn. Bei der Zubereitung einer Blätterteigquiche fanden sich leicht freiwillige Helfer, schmeckt doch ein selbst zubereitetes Mittagessen um so besser.
Französische Lieder fanden wir zuhauf: Frère Jacques, Le coq est mort, Miau miau, um nur einige zu nennen. Amüsant fanden viele den albekannten Komiker Louis de Funès, als er uns eineinhalb kurzweilige Stunden mit seinen "Außerirdischen Kohlköpfen" bescherte. Mit dem typischen Berret stand jeder einmal Modell für die Kamera und durfte sich von den anderen begutachten lassen.

 

 

 

 

 

 

 

Schweiz (September/Okober)

Steil und anstrengend wirkten auf uns nicht nur das alpenländische Panorama in einem Dokumentarfilm über das kleine Gebirgsland, sondern auch die vielen Silben in den schweizerischen Volkliedern mit Jodler ähnlichem Refrain. Und - wer weiß schon, was "gümpeln" bedeutet (hüpfen)? Nur gut, dass die Titelmelodie des Heidi-Films so bekannt und auf hochdeutsch ist, so konnte hier jeder nach besten Kräften mitsingen. Zu essen gab es natürlich Raclette, aber auch ein leckeres überbackenes Bündner Ofengericht aus geriebenen Kartoffeln ("Plain in Pigna"- Voll im Ofen). Schneebedeckte Matterhörner wurden um die Wette gemalt.

Italien (November)

Italien war sowohl kulinarisch als auch musikalisch nichts Fremdes für uns, denn wer kennt nicht Spaghetti, Pizza, die  "Capri-Fischer" oder die "Zwei kleine(n) Italiener"? Neu für alle war das italienische Kinderlied "Come si pianta la bella polenta", das wir dann auch mit  seinen acht kurzen Strophen in der Landessprache sangen, begleitet mit den entsprechenden Handbewegungen. Um den Weg vom Maiskorn über die Pflanze bis hin zur Polenta besser nachvollziehen zu können, holten wir uns neben Maiskörnern eine ausgewachsene Maisstaude vom Feld in den Morgenkreis. Zuletzt kochten wir ein geschichtetes Polenta-Spinat-Gericht, um uns auch geschmacklich etwas unter Maisgries vorstellen zu können. Spaghetti mit Tomatensoße bastelten wir als bleibende Erinnerung mit Wolle auf Pappteller mit der Italienischen Flagge als Tischset.


 

 

 

 

 

 

 

"Come si pianta la bella polenta":
1. Come si pianta (pflanzt) la bella polenta? La bella polenta si pianta co si, si pianta co si, si pianta co si, pianta la bella polenta co si.
2. Come si cresce (wächst) la bella polenta? La bella polenta si sresce co si,...
3. Come si fiore (blüht) la bella polenta?...
4. Come si taglia (schneidet) la bella polenta?...
5. Come si mola (mahlt)...
6. Come si cuoce (kocht)...
7. Come si mangia (isst)...
8. Come si gusta (schmeckt)...


Advent

Anders als sonst haben wir die Auswahl unserer Advents-und Weihnachtslieder nicht nach Bekanntheitsgrad getroffen, sondern unserem Projekt "Quer durch Europa" angepasst. Zwar haben wir auch nord-und südamerikanische Lieder gesungen, bewusst aber welche aus Süddeutschland, Österreich, England, Frankreich und Russland dazugenommen. Dazwischen durfte jeder einmal aus dem Adventskalender ziehen und so ergaben sich manch eine Bastelarbeit oder Tagesaktivität wie Plätzchen backen oder Punsch kochen. Ein letztes Elternfrühstück setzte dem gemeinsamen Jahr ein gemütliches Ende mit Plätzchen, Früchtepunsch und Leckereien vom Frühstücksbuffet, zusammengestellt von Eltern und Betreuern.

 

Frankreich (August):
Welcher Nachbar liegt uns Saarländern näher als der Franzose? Schnell `mal einen Besuch im Cora gemacht, dabei ein paar Brocken Französisch aufgeschnappt, typische Kulinaritäten wie Madeleines, "La vache qui rit", Baguette, Lachskekse und Orangina eingekauft und das Ganze zu einem französischen Geburtstagsfrühstück mit Croissant und Pains au Chocolat beigesteuert - so lebt es sich wie bei unseren Nachbarn. Bei der Zubereitung einer Blätterteigquiche fanden sich leicht freiwillige Helfer, schmeckt doch ein selbst zubereitetes Mittagessen um so besser.
Französische Lieder fanden wir zuhauf: Frère Jacques, Le coq est mort, Miau miau, um nur einige zu nennen. Amüsant fanden viele den albekannten Komiker Louis de Funès, als er uns eineinhalb kurzweilige Stunden mit seinen "Außerirdischen Kohlköpfen" bescherte. Mit dem typischen Berret stand jeder einmal Modell für die Kamera und durfte sich von den anderen begutachten lassen.


 

 

 

 

 

 

Schweiz (September/Okober):
Steil und anstrengend wirkten auf uns nicht nur das alpenländische Panorama in einem Dokumentarfilm über das kleine Gebirgsland, sondern auch die vielen Silben in den schweizerischen Volkliedern mit Jodler ähnlichem Refrain. Und - wer weiß schon, was "gümpeln" bedeutet (hüpfen)? Nur gut, dass die Titelmelodie des Heidi-Films so bekannt und auf hochdeutsch ist, so konnte hier jeder nach besten Kräften mitsingen. Zu essen gab es natürlich Raclette, aber auch ein leckeres überbackenes Bündner Ofengericht aus geriebenen Kartoffeln ("Plain in Pigna"- Voll im Ofen). Schneebedeckte Matterhörner wurden um die Wette gemalt.

Italien (November):
Italien war sowohl kulinarisch als auch musikalisch nichts Fremdes für uns, denn wer kennt nicht Spaghetti, Pizza, die  "Capri-Fischer" oder die "Zwei kleine(n) Italiener"? Neu für alle war das italienische Kinderlied "Come si pianta la bella polenta", das wir dann auch mit  seinen acht kurzen Strophen in der Landessprache sangen, begleitet mit den entsprechenden Handbewegungen. Um den Weg vom Maiskorn über die Pflanze bis hin zur Polenta besser nachvollziehen zu können, holten wir uns neben Maiskörnern eine ausgewachsene Maisstaude vom Feld in den Morgenkreis. Zuletzt kochten wir ein geschichtetes Polenta-Spinat-Gericht, um uns auch geschmacklich etwas unter Maisgries vorstellen zu können. Spaghetti mit Tomatensoße bastelten wir als bleibende Erinnerung mit Wolle auf Pappteller mit der Italienischen Flagge als Tischset.


 

 

 

 

 

 

 

"Come si pianta la bella polenta":
1. Come si pianta (pflanzt) la bella polenta? La bella polenta si pianta co si, si pianta co si, si pianta co si, pianta la bella polenta co si.
2. Come si cresce (wächst) la bella polenta? La bella polenta si sresce co si,...
3. Come si fiore (blüht) la bella polenta?...
4. Come si taglia (schneidet) la bella polenta?...
5. Come si mola (mahlt)...
6. Come si cuoce (kocht)...
7. Come si mangia (isst)...
8. Come si gusta (schmeckt)...


Advent:

Anders als sonst haben wir die Auswahl unserer Advents-und Weihnachtslieder nicht nach Bekanntheitsgrad getroffen, sondern unserem Projekt "Quer durch Europa" angepasst. Zwar haben wir auch nord-und südamerikanische Lieder gesungen, bewusst aber welche aus Süddeutschland, Österreich, England, Frankreich und Russland dazugenommen. Dazwischen durfte jeder einmal aus dem Adventskalender ziehen und so ergaben sich manch eine Bastelarbeit oder Tagesaktivität wie Plätzchen backen oder Punsch kochen. Ein letztes Elternfrühstück setzte dem gemeinsamen Jahr ein gemütliches Ende.