Projekt "Quer durch Europa 2015"

Über dieses langfristige Projekt (seit Beginn 2014) lernen wir mit unseren zu Betreuenden gemeinsam einige unserer europäischen (Nachbar-) Länder besser kennen. Zu manchen besteht bereits eine Beziehung auf Grund der Herkunft der Eltern oder durch Urlaubsaufenthalte, andere erkunden wir ganz neu.

Dabei singen wir entsprechende Lieder im Morgenkreis, sammeln Informationsmaterial, Prospekte u.ä., kleben damit Bilder, malen Flaggen, kochen landestypische Speisen etc., damit wir uns einen Rundum-Eindruck verschaffen können.

Auch in diesem Jahr fahren wir mit unserem Projekt fort, da uns noch einige bekannte Länder in unserer Sammlung fehlen.

England (Januar)

Begonnen haben wir mit England (Großbritannien war nicht so geläufig). Hier kannten einige unserer Betreuten die "Queen Elizabeth" und so bastelten alle mit Begeisterung Kronen, die hübsch verziert wurden. Wir begutachteten Münzen aus der Landeswährung, hörten Beatles-Lieder und lasen ein Buch über eine englische Austauschschülerin.   Zum Abschluss bereiteten wir einige Zutaten für einen englischen Brunch zu: Porridge, Scones, Sandwiches und Rühreier mit Speck; auch Cornflakes durften nicht fehlen. Selbstverständlich zierte ein "Muffinman" das Buffet, von dem wir täglich im Morgenkreis gesungen haben: "Have you seen the Muffinman?" Weitere Lieder waren z.B. "My Bonny is over the Ocean", "Apples and Bananas", "Morning has broken" und das Lied "Up and down in my moving train" tanzten wir als Sitztanz.


 

Schweden (Februar/März)

Berühmte Persönlichkeiten aus Schweden? - Uns fiel natürlich sofort Astrid Lindgren mit ihrer Pippi Langstrumpf und Michel aus Lönneberga ein. So sangen wir allmorgendlich die Filmmelodien und weitere Lieder aus den jedermann bekannten Klassikern, lasen die Abenteuer von Pippi vor und schauten einen Film dazu an. Aber auch Titel, in denen skandinavische Schwermut und Sehnsucht aus Text und Melodie herauszuhören waren ("Über meiner Heimat Frühling", "Schilf"), fanden ihren Platz im Morgenkreis.
Typisches Essen in Schweden? - Köttbullar natürlich, da waren sich alle einig. Erst danach kamen Knäckebrot, Schwedische Zimtschnecken und Gerichte mit Blaubeeren. Und wo isst man hierzulande Köttbullar? - Im IKEA jedenfalls wird man fündig und so fuhren wir mit fast allen in zwei Etappen nach Saarlouis, um zu essen und nebenbei noch so manches Nützliche zu erstehen.

Russland (April/Mai)

Am 20. April feierten wir den Frühling gemeinsam mit Gästen aus dem Wohn- und Pflegeheim der AWO in Neuweiler. Passend zu unserem laufenden Projekt richteten wir gemeinsam einen Brunch mit ausschließlich landestypischen Spezialitäten aus. Verbinden ließen sich die Vorbereitungen mit einem Einkauf im russischen Feinkostladen, um spezielle Zutaten wie die süße Kondensmilch oder russischen Quark zu besorgen. Alle waren sehr gespannt, was es auf diesem ausländischen Buffet zu bestaunen gab. Das Ergebnis konnte sich sehen und schmecken lassen. Es gab "Hering im Pelzmantel" (ein russ. Schichtsalat), russ. Brezeln, eine kalte russ. Sommersuppe, "süße Würste", Käse-Schinken-Taschen, russ. Zupfkuchen und noch manch andere Leckerei.
Um dem Land auch musikalisch näher zu kommen, sangen wir allmorgendlich "Bruder Jakob" in der Landessprache, "Moskau, Moskau" von der Gruppe Dschingiskan, den jedem bekannten "Casatschok" und "Sascha liebt nicht große Worte". So wusste am Ende des Projekts jeder, wie man auf russisch bis drei zählt. Im kreativen Bereich wurden fleißig Matruschkas angemalt und der Größe nach sortiert.

                       

 

Türkei (Juni)

Unser exotischstes Nachbarland war eindeutig die Türkei. Die Musik war sehr fremd für unsere Ohren, nichtsdestotrotz haben wir auf das bekannte Lied "Isyankar" einen Sitztanz mit bunten Tüchern versucht. Auch ein türkisches Kinderlied und eines aus der Region des Schwarzen Meeres sangen wir mit deutschem Text und stolperten anfangs nur über den 7/4- Takt.
Mit dem kulinarischen Teil taten wir uns deutlich leichter. Wir genossen eine sehr leckere, von unserer kurdischen Familie selbst hergestellte gestiftete türkische Pizza. Selber backten wir uns Fladenbrot, zu dem wir einen Couscous- Salat zubereiteten. Zum Nachtisch gönnten wir uns ein Häppchen Baklava.

Es durfte jeder mit Hilfestellung ein türkisches Auge aus lufttrocknendem Ton formen, es mit dem typischen blau-weißen Ringmuster anmalen und es als Glücksbringer mit nach Hause nehmen.
Den Abschluss feierten wir draußen als "Gelage" mit Sitzsäcken und Matratzen auf der Wiese. Dazu gehörten türkischer Apfel- und Granatapfeltee, Melone, Fladenbrot und in Gedenken an einen Hamam wenigstens für fast jeden ein Sprudel-Fußbad. Auch so lernt man seine weitläufigen Nachbarn ein Stück besser kennen. 

                          

 

Spanien (Juli)

Das Thema Spanien versetzte uns alle irgendwie schon in Urlaubsstimmung. So berühmte Lieder wie "Eviva Espana", "Spaniens Gitarren", "Wenn die Rosen erblühen in Malaga" und "Un poquito cantas" (stellvertretend für die spanische Sprache) sowie die heißen Rhythmen der Gipsy Kings und das außergewöhnliche Sommerwetter trugen das ihre dazu bei. Wir bastelten Fächer, was zu der Hitze gerade gut passte, und kreierten aus Pappmaché eine eigene Pinata, die natürlich mit Leckereien gefüllt wurde. Diese galt es dann am Ende zu zerschlagen und jeder durfte sich einmal daran versuchen. Unser Essensanbieter verwöhnte uns mit Paella und selber bereiteten wir einen großen Topf Gazpacho zu.

                       

 

Griechenland (August)
Den Abschluss unseres langen Projektes feierten wir mit einer Olympiade, nachdem wir uns drei Wochen mit dem Thema Griechenland befasst hatten. Es galt verschiedene Stationen zu meistern, bevor es Gyros und Tzatziki mit Fladenbrot zur Stärkung gab. Für alle war es ein großer Spaß, an jeder Station seine Urkunde anmalen zu lassen, um mit einer weiteren Farbe zur nächsten übergehen zu können.

                          


              Zu guter letzt fand die feierliche Urkunden- und
              Medaillenüberreichung statt!